Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Volker Rosin lädt in die Autodisco ein

Der Kinderliedermacher Volker Rosin tritt am Sonntag in Vechta auf - in einer Autodisco. Der Musiker verspricht im Interview, dass der Spaß dabei nicht zu kurz kommen wird.

Artikel teilen:
Freut sich auf den Auftritt: Volker Rosin tritt in Vechta auf. Foto: Esser

Freut sich auf den Auftritt: Volker Rosin tritt in Vechta auf. Foto: Esser

Auf dem Stoppelmarkt in Vechta wird es am Sonntag (17. Mai) die erste Kinder-Autodisco im Oldenburger Münsterland geben. Volker Rosin tritt mit seinen Liedern auf. Da dürfen natürlich sein Hit "Mama Laudaaa" oder Klassiker wie "Der Gorilla mit der Sonnenbrille" und "Das singende Känguru" nicht fehlen. Im Interview spricht der Musiker über seinen bevorstehenden Auftritt und die Coronakrise.

Was dürfen die Besucher der Autodisco auf dem Stoppelmarkt erwarten?

Ich bringe meine besten Songs mit und es darf gesungen, gehupt und geblinkt werden. Es ist nicht mein erstes Autokonzert und ich habe festgestellt: Es funktioniert! Die Kinder machen mit. Ich freue mich sehr auf Vechta und meine Fans. Und ich bin mir sicher, dass wir trotz dieser kritischen und merkwürdigen Situation gemeinsam singen, im Rahmen der Möglichkeiten tanzen und eine schöne Stunde erleben werden. Für mich ist es, da ich auch schon öfter in Vechta war, ein bisschen wie ein Besuch bei Freunden.

Wie muss man sich die Interaktion von Künstler und Publikum vorstellen?

Bei dem Song „Der Gorilla mit der Sonnenbrille“ gibt es beispielsweise den Refrain „uh-la-la“. Der kann wunderbar von den Kindern gehupt werden.  Alle Kinder können natürlich auch mitklatschen und die Lieder sind so ausgesucht, dass man sitzend mittanzen kann. Am Sonntag wird es einen starken Mitmachfaktor geben.

Hat schon Erfahrung mit dem neuen Konzertformat: Volker Rosin bei einer Autodisco in Delbrück. Foto: RosinHat schon Erfahrung mit dem neuen Konzertformat: Volker Rosin bei einer Autodisco in Delbrück. Foto: Rosin

Wie gehen Sie als Künstler mit dieser neuen Konzertsituation um, denn letztlich fällt ja die normale Interaktion mit ihrem Publikum nahezu komplett weg?

Die Lieder sind ja nicht neu. Bei Songs wie "Mama Laudaaa", "Dem Lied von der Feuerwehr" oder "Hoppelhase Hans" weiß ich aus Erfahrung, wie die Kinder reagieren und mit ein wenig Fantasie kann ich mir dann vorstellen, was in den Autos während meiner Songs abgeht. Und ein wenig Kommunikation ist ja möglich, denn es ist schon eine Menge Huperei dabei. Das finde ich wirklich crazy: Es gibt zwar keinen Applaus, dafür ein wildes Gehupe.

Das macht Spaß, aber es kann einen normalen Auftritt nicht ersetzen. Ich bin ja im Dezember wieder in Vechta, und da hoffe ich ganz fest, dass wir wieder ganz normal beieinander stehen können, Fotos machen und ich mich mit den Besuchern unterhalten sowie Autogramme schreiben kann. Viele der Eltern sind mit meinen Liedern groß geworden, bringen zu meinen Konzerten alte Kassetten von mir mit und erzählen mir dann, dass sie diese ihren Kindern vorspielen. So eine Begegnung ist für mich ein sehr emotionales Erlebnis.

Was ist für Sie das Faszinierende an der Kindermusik? Was hat Sie veranlasst, Kinderliedermacher und Sänger zu werden?

Ich bin Diplom-Sozialpädagoge. Das spielt sicherlich eine Rolle. Zudem habe ich immer schon gerne Musik gemacht und irgendwann entdeckte ich während der Arbeit mit Kindern mein Talent dafür, Musik für und mit Kindern zu machen. Und ein bisschen Kind steckt auch immer noch in mir selber.

Krise ist schlimm für die Kreativen

Was macht denn ein gutes Kinderlied aus?

Ich denke, es sind zwei Dinge: Im Idealfall geht ein gutes Lied ins Herz und in die Beine. Kinder wollen Spaß haben, und sie wollen Emotionen spüren. Manchmal ist es nur ein lustiger Text und eine lustige Melodie. Manchmal funktioniert es auch mal mit etwas Besinnlicherem, etwas Nachdenklicherem.

Wie sieht es bei Ihnen in Sachen Coronakrise aus? Können solche Autodisco-Auftritte den Einnahmeverlust ansatzweise ausgleichen?

Nein, der wirtschaftliche Schaden ist immens. Aktuell komme ich ganz gut klar. Ich konnte in den vergangenen 40 Jahren, in denen ich durchaus erfolgreich Musik für Kinder mache, Rücklagen bilden. Prinzipiell ist es allerdings sehr schlimm für die Kreativen, die Veranstaltungstechniker, Beleuchter, die Bühnenbauer - eben für die gesamte Branche.

Was machen Sie während der Krise? Schreiben Sie jetzt Musik oder womit beschäftigen Sie sich?

Mich blockiert diese Situation. Ich habe nicht den Kopf frei, um künstlerisch kreativ zu sein und ein fröhliches Lied zu schreiben. Aber ich bin durchaus aktiv in dieser Zeit. Ich habe zum Beispiel gerade für den "Ki.Ka Tanzalarm" drei neue Folgen gedreht und ich gebe Online-Konzerte auf YouTube mit teilweise mehr als 300.000 Zuschauern. Ich verdiene damit kein Geld, aber es freut mich, wenn ich Familien in der Krise damit ein wenig helfen kann.

  • Info: Das Autodisco-Konzert von Volker Rosin findet am Sonntag (17. Mai) ab 15 Uhr auf dem Stoppelmarkt in Vechta statt. Der Einlass ist ab 14 Uhr. Tickets gibt es unter autokino-vechta.cione.de

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Volker Rosin lädt in die Autodisco ein - OM online