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Zehn Museen im Oldenburger Münsterland

Die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus werden gelockert. Im Oldenburger Münsterland öffnen viele Museen wieder ihre Türen.

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Die Münchhausenscheune im Cloppenburger Museumsdorf. © Museumsdorf Cloppenburg

Die Münchhausenscheune im Cloppenburger Museumsdorf. © Museumsdorf Cloppenburg

In den Landkreisen Vechta und Cloppenburg öffnen viele Museen wieder, wenn auch oft zunächst nur zu begrenzten Zeiten. Informationen zu den jeweils aktuellen Öffnungszeiten finden sich oftmals auf den Internetseiten der jeweiligen Ausstellungshäuser.

Museumsdorf Cloppenburg

Ein echter Klassiker ist das Museumsdorf in Cloppenburg. Schon im Jahre 1936 eröffnet, gilt es als das älteste Freilichtmuseum in Mitteleuropa. Ungefähr 270.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Gelände an der Bether Straße.

Alte Landhäuser, umgeben von Grün. © Thülsfelder TalsperreAlte Landhäuser, umgeben von Grün. © Thülsfelder Talsperre

Das Museumsdorf macht den Alltag vergangener Jahrhunderte im heutigen Nordwesten Deutschlands erlebbar. Auf einer Fläche von 15 Hektar sind mehr als 50 Gebäude ausgestellt, von der Jahrhunderte alten Dorfkirche über Werkstattgebäude und Hofanlagen bis zur Dorfdisko aus dem 20. Jahrhundert. Besucherinnen und Besucher können so in unterschiedliche Lebensrealitäten der Vergangenheit eintauchen und gedanklich bis ins 16. Jahrhundert zurückreisen.

Die Hofanlage Quatmann aus Elsten. © MuseumsdorfDie Hofanlage Quatmann aus Elsten. © Museumsdorf

Zudem gibt es Dauerausstellungen – zum Beispiel zu historischen Textilien. Der Eintritt kostet für Erwachsene 7,50 Euro, für Kinder bis 18 Jahren 2,50 Euro.

Weitere Informationen:


Industriemuseum in Lohne

Lohne ist die „Stadt der Spezialindustrien“ und heute ein Zentrum der Kunststoffproduktion. Das Industriemuseum dokumentiert die 200-jährige Industriegeschichte Lohnes. Die Industrialisierung startete zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der Produktion von Schreibfedern. Nachdem Naturfedern von künstlichen Federn abgelöst wurden, konzentrierten sich die Lohner Unternehmen auf die Produktion von Zigarren. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts übernahm dann der Korken die Position als wichtigstes Lohner Industrieprodukt.

Wissenswertes über die Geschichte der Industrialisierung bietet das Industriemuseum Lohne.Wissenswertes über die Geschichte der Industrialisierung bietet das Industriemuseum Lohne.

Die Entwicklung bis zur heutigen Kunststoff-Expertise stellt das Museum in der Küstermeyerstraße mit mehr als 13.000 Sammlungsstücken auf drei Etagen dar. Ein Highlight der Sammlung ist eine funktionstüchtige Dampfmaschine aus dem Jahr 1910, die gelegentlich noch zum Einsatz kommt und andere Maschinen im Industriemuseum antreibt. Das Motto des Museums ist „Sehen, Staunen und Ausprobieren.“ Die Ausstellungsstücke lassen sich mit allen Sinnen erleben. Auch für Kinder ist das Museum empfehlenswert. Der Eintritt beträgt drei Euro, für Kinder zwei Euro.

Foto: Archiv
strongDie Sonderausstellung Maschinen bauen“ strongbehandelt die Geschichte und Entwicklung von Maschinen in Lohner Unternehmen und ist noch bis zum 28. Juni (Sonntag) vor Ort zu sehen.
Foto: Abou Boutros
strongDie Schmiede ist Teil der aktuellen Schau Maschinen bauen“: strongDie Leiter des Industriemuseums Loh- ne, Benno Dräger (links) und Ulrike Hagemeier, freuen sich auf die Arbeit in 2020.
Foto: Bergmann
  • Info: Näheres unter https://www.industriemuseum-lohne.de/

Museum Vechta

„Von der Burg zur Festung“ ist das Motto des Museums Vechta. 1666 entschied der Münstersche Fürstbischof, zum Schutz gegen die Schweden, die Festung Vechta zu errichten. Teile sind heute rekonstruiert und bilden mit dem Zeughaus das Mittelalterzentrum Vechta.

Das Museum im Zeughaus zeigt die Geschichte der Stadt Vechta, ihrer Zitadelle und ihrer Gefängnisse. Auf drei Etagen und 1000 Quadratmetern ist eine Fülle von Exponaten zu sehen. Besucherinnen und Besucher können eine Ritterrüstung anziehen oder eine eigene Zitadelle bauen. Auch das 1698 errichtete Zeughaus ist sehenswert. Es diente als Waffenspeicher, Kornmagazin und Gefängnis.

Das Zeughaus Museum in Vechta. Foto: ArchivDas Zeughaus Museum in Vechta. Foto: Archiv

Direkt an das Zeughaus schließt sich der Zitadellenpark an, eine Rekonstruktion der historischen Zitadelle. Innerhalb des Parks ist modellhaft eine Drei-Insel-Burganlage des 11./12. Jahrhunderts konstruiert worden. Im Castrum Vechtense können Burgturm und Garten besichtigt werden. Der Eintritt beträgt vier Euro, für Kinder 1,50 Euro.


Schlachtereimuseum Vörden

„Ohne Wurst und ohne Speck hat das Leben keinen Zweck“, pflegt der Heimatvereinsvorsitzende Dietrich Stahl bei der Führung durch das Vördener Schlachtereimuseum zu sagen. Hier lernt man, wie vor 100 Jahren Tiere geschlachtet und zu Wurst oder Speck verarbeitet wurden. Dazu wurde ein originaler Schlachtbetrieb mit 800 Exponaten aus dem Jahr 1925 an der Osnabrücker Straße wiederaufgebaut.

  • Weitere Informationen unter heimatverein-voerden.de

Haus im Moor in Goldenstedt

1984 wurde das Goldenstedter Moor unter Naturschutz gestellt. Das Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) „Haus im Moor“ macht die wiedervernässten Flächen zugänglich und informiert über die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der heimischen Moore. Besondere Attraktionen sind eine Moorbahnfahrt und ein Moorerlebnispfad. Im NIZ gibt zudem eine Aussichtsplattform für den Überblick und einen Moortunnel für die unterirdische Perspektive.


Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn

Auch im Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn dreht sich auf 15.000 Quadratmetern alles um die Landschaft Moor. In zwei Ausstellungshäusern und auf dem Außengelände erfährt man viel Wissenswertes über das „Leben im Moor“, über das „Leben trotz Moor“, das „Leben vom Moor“ und das „Leben mit dem Moor“. Zu sehen ist zudem eine konservierte Moorleiche. Auch das Museum in Elisabethfehn setzt auf viele interaktive Elemente. Besucherinnen und Besucher können zum Beispiel selbst in ein Mikroskop schauen oder eigenen Torf stechen. Besonders beachtlich ist die große Sammlung historischer Maschinen. Der Eintritt für Erwachsene beträgt vier Euro. Kinder zahlen zwei Euro.

Das Museumsgebäude mit gemütlicher Teestube. © Moor- und Fehmuseum ElisabethfehnDas Museumsgebäude mit gemütlicher Teestube. © Moor- und Fehmuseum Elisabethfehn

Postgeschichtliches Museum in Friesoythe

Im Zeitalter des Internets ist Kommunikation schnell und billig. Die Übermittlung einer Nachricht war früher mit sehr viel Arbeit verbunden, lernt man im postgeschichtlichen Museum. Auf 300 Quadratmetern im ehemaligen Rathaus „Stadtmitte“ wird Post- und Telekommunkationsgeschichte von 1750 bis in die Gegenwart dokumentiert.

Ein früher Posthaltertisch aus dem 19. Jahrhundert ist im Postgeschichtlichen Museum in Friesoythe zu sehen. © Wolfgang LetzelEin früher Posthaltertisch aus dem 19. Jahrhundert ist im Postgeschichtlichen Museum in Friesoythe zu sehen. © Wolfgang Letzel

So gibt es eine ländliche Poststube aus den 1910er Jahren zu sehen sowie viele weitere historische Postuniformen oder Handkarren. Unter den ungefähr 1000 ausgestellten Exponaten finden sich zudem historischen Geräten der Fernmeldetechnik, zum Beispiel ein Morseapparat von 1850 oder ein Klappenschrank aus dem Jahr 1900. Kinder bis 14 Jahren bezahlen einen Euro Eintritt, Erwachsene drei Euro.


Kino-Museum-Löningen

Irgendwann in den 1960er-Jahren schlenderte der Medizinstudent Heinz Dobelmann aus der Dorfschaft Schelmkappe über einen Flohmarkt und kaufte einen 16-Millimeter-Projektor. Aus dem Nostalgiekauf wurde Sammelleidenschaft. Aus seinem Vermächtnis entstand das Kino-Museum der Stadt Löningen. Es beherbergt die größte kinotechnische Sammlung Deutschlands. Die Ausstellung zeigt die Kinogeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Auf 450 Quadratmetern sind an der Langenstraße mehr als 300 Exponate zu finden. Im angeschlossenen Saal im Stil der 1950er-Jahre wird der Kinobesuch zur besonderen Erfahrung. Der Eintritt für Erwachsene kostet vier Euro, für Kinder zwei Euro.

Geschichte aufgereiht: Projektoren im Wandel der Zeit. © Kino-Museum-LöningenGeschichte aufgereiht: Projektoren im Wandel der Zeit. © Kino-Museum-Löningen

Stadtmuseum Damme

Erste Belege für die Besiedlung Dammes stammen aus dem Jahr 4600 vor Christus. Seit 1614 wird hier der größte Carneval Norddeutschlands gefeiert und insgesamt 600 Jahre stritten sich die Fürstbischöfe Münster und Osnabrück um die südlichste Stadt im Oldenburger Münsterland. Die hat auch eine Bergbaugeschichte. Von all dem erzählt das Stadtmuseum mit zahlreichen Exponaten. Die ältesten Ausstellungsstücke stammen von einem Bohlweg. Auch die Eisenerzgewinnung, die von 1939 bis 1967 der größte Arbeitgeber war, wird spannend dargestellt. Erwachsene zahlen einen Euro.


ArchäoVisbek

Manfred Gelhaus, Vorsitzender des Visbeker Heimatvereins, freut sich bereits darauf, wieder Besucher im ArchäoVisbek begrüßen zu dürfen. Foto: KoopmeinersManfred Gelhaus, Vorsitzender des Visbeker Heimatvereins, freut sich bereits darauf, wieder Besucher im ArchäoVisbek begrüßen zu dürfen. Foto: Koopmeiners

Die Ausstellung ArchäoVisbek wurde im Mai 2018 eröffnet und zeigt Funde der Grabungen aus den vergangenen Jahren in Visbek. Die Schau bietet unter dem Motto „Steinzeit trifft auf 20. Jahrhundert!" Einblicke in die Archäologie und Geschichte Visbeks bis in die heutigen Tage. Ein besonderes Highlight ist das Gestaltungskonzept: Der Besucher hat das Gefühl, in einer Ausgrabung zu stehen. Die Exponate sind umgeben von Profilwänden, die den typischen Visbeker Sandboden zeigen. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos, die Einrichtung freut sich über Spenden.

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