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Rufbusse nehmen ab dem 1. Juni Fahrt auf

Sechs feste und 19 Bedarfshaltestellen sind in der Stadtgemeinde Löningen für das neue Rufbussystem vorgesehen. Im ersten Monat ist die Nutzung kostenfrei.

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Foto: Landkreis Cloppenburg

Foto: Landkreis Cloppenburg

Mit mehrmonatiger Verspätung wegen der Corona-Einschränkungen startet am Montag, 1. Juni, das vom Kreis Cloppenburg und den 13 Kommunen  vorbereitete Rufbussystem.  Das unter dem Titel „moobil+“ startende Angebot, das damit erstmals einen nennenswerten öffentlichen Personennahverkehr für den Kreis Cloppenburg vorsieht, wird bereits seit einigen Jahren erfolgreich im Nachbarkreis Vechta betrieben.

Mit dem neuen System sei es jetzt möglich, mit den insgesamt 14 eingesetzten Kleinbussen vom Dorf in die Stadt und zurück sowie in die Nachbarkommunen und die Kreisstadt zu fahren, erläutert Willen. Zunächst könne aber wegen der Abstandsregelungen nicht die volle Sitzkapazität von acht Plätzen für das von montags bis freitags zwischen 7 und 19 Uhr vorgehaltene Angebot genutzt werden.

Flyer sollen über Fahrplan informieren

Er bedauerte, dass die geplante Informationsveranstaltung Ende März ebenfalls den Versammlungs-Beschränkungen zum Opfer gefallen sei. In Kürze werde aber ein Fahrplan-Flyer veröffentlicht, der in allen öffentlichen Gebäuden ausliegen werde. Zudem gebe es auch die Möglichkeit, sich in der Tourist-Info in der Löninger Fußgängerzone in persönlichen Gesprächen ausführlich zu informieren. Sie sei der sogenannte „Mobilitäts-Punkt“ für Löningen.

Stadtmarketing-Geschäftsführer Jörn Willen und seine beiden inzwischen geschulten Mitarbeiterinnen freuten sich auf die neuen Aufgaben, die Bewohner der Stadtgemeinde buchstäblich mobiler zu machen und alles Wissenswerte zu den Haltestellen, Ticketpreisen und Fahrtzeiten zu erläutern, so der erste Stadtrat. Weitere Informationen, auch über die Fahrpläne dieses Nahverkehrsangebots, gebe es auch auf der Internet-Seite „moobilplus.de“.

Personennahverkehr für Löningen: Für die neuen Rufbuslinien sind sechs feste und 19  Bedarfshaltestellen  eingeplant. C: KreisverwaltungPersonennahverkehr für Löningen: Für die neuen Rufbuslinien sind sechs feste und 19  Bedarfshaltestellen  eingeplant. C: Kreisverwaltung

Um Hemmschwellen insbesondere bei älteren Nutzern mit diesem neuartigen Transport-System abzubauen, können die Rufbusse im ersten Monat kostenlos genutzt werden.  Für das Bezahlen der zwei oder drei Euro für die kürzere oder längere Fahrt sowie bis zu sechs Euro zum Beispiel für ausgedehntere Touren durch mehrere Kommunen, sind zunächst drei verschiedene Zahlungsarten vorgesehen: das Sepa-Lastschriftverfahren, ein Guthabenkonto und vor allem die Möglichkeit, beim Einsteigen in den Bus direkt zu zahlen.

Zum umfangreichen Angebot  der barrierefrei zu besteigenden und mit W-Lan ausgestatteten Mercedes-Sprinter gehören Einzel,-Tages-, Wochen- und Monatskarten für Kinder, Schüler und Erwachsene. Berechnet wird der Fahrpreis nach der Anzahl der bei einer Nutzung befahrenen Tarifzonen.

Zustieg bei Bedarfshaltestellen muss im Vorfeld gebucht werden

Dabei bildet eine Gemeinde oder eine Stadt jeweils eine Tarifzone, für die zwei Euro gezahlt werden müssen, erläutert Löningens erster Stadtrat. Um planen zu können, müssen die Fahrten zu den von der Hauptroute abweichenden Bedarfshaltestellen mindestens eine Stunde vor Abfahrt auf der Internet-Seite, über eine App oder einfach unter Telefon 0800/3030201 gebucht werden. Während die festen Punkte immer angefahren werden, sind die übrigen Haltestellen nur nach vorheriger Buchung ein Ziel. Die Fahrpläne gibt es in allen Rathäusern der Städte und Gemeinden, im Mobilitätspunkt in der Tourist-Info und auf den Internet-Seiten der Kommunen und von moobilplus.de.  

Spontan zusteigen ist ebenfalls möglich, aber nur an den festen Haltestellen und wenn ein Sitzplatz bis zur Zielhaltestelle frei ist. Die Busse fahren innerhalb der Kommunen im Zweistundentakt einen festen Linienweg ab. Von diesen kann abgewichen werden, wenn sich ein Fahrgast rechtzeitig in der Mobilitätszentrale meldet. Insgesamt gibt es über 500 Bedarfshaltestellen im gesamten Kreisgebiet.

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