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Sein Herz schlägt für den Stoppelmarkt

Sehr persönliche Ansichten: Dieselben zehn Fragen an jedem Samstag stellen wir Menschen aus dem Kreis Vechta. Schausteller Jürgen Meyer gehört zu den kreativen Machern des Autokinos Vechta.

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Ist Stoppelmarkt-Fan durch und durch: Jürgen Meyer mit einem Plakat des Volksfestes aus den 50er Jahren. Foto: M. Niehues

Ist Stoppelmarkt-Fan durch und durch: Jürgen Meyer mit einem Plakat des Volksfestes aus den 50er Jahren. Foto: M. Niehues

Und? Wie ging es in letzter Zeit?

Corona und die damit verbundenen Absagen von Volksfesten, besonders der Ausfall des Stoppelmarktes, haben mich als Schausteller und Vechtaer Jung tief getroffen. Jetzt wäre eigentlich für uns Hochsaison. Die Folgen der Pandemie sind ein schwerer Schlag fürs ganze Gewerbe.

Mit dem Autokino auf dem Stoppelmarktsgelände haben wir aber in der Krise eine große Chance bekommen. Wir haben dort von den Besuchern ein sehr positives Feedback in der schweren Zeit bekommen. Das ist ein tolles Gefühl. Das freut mich und alle Beteiligten sehr. Wir haben mit dem Open-Air-Gottesdienst und der Kinderveranstaltung im Autokino ein Stück Hoffnung vermitteln können und uns sehr über die große Resonanz gefreut. Die nächsten Veranstaltungen kann ich schon ankündigen. Am 30. Mai starten wir eine Autodisco mit drei DJs und einem Feuerwerk. Am 5. Juni tanzen im Autokino die Sixx Paxx und am 6. Juni tritt Dave Davis auf.

Auch wenn dieses Jahr der Stoppelmarkt leider ausfällt, die Besucher des Autokinos freuen sich über unsere „Meyers Hot Dogs“! Das macht mich stolz.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?

Durch Corona sind die kleinen Dinge wichtig geworden. Die Schwere der Situation schafft viel Zeit für die Kinder, die Familie – dazu im eigenen Garten.

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als erstes abgeschafft?

Als Schausteller bin ich viel unterwegs, fahre viele Kilometer im Jahr. Da kann es vorkommen, das ich in Gegenden, in denen ich mich noch nicht auskenne, schon mal geblitzt werde. Auf das ein oder andere Foto könnte ich gerne verzichten. Blitzer sollten nur dort aufgestellt werden, wo sie wirklich Sinn machen und nötig sind. Reines Abkassieren darf nicht das Ziel sein.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?

Mein Lebenstraum ist es, eine Reise quer durch die USA zu machen. Durch Corona ist dieser Traum leider noch mehr in die Ferne gerückt.

Was tun Sie am liebsten?

Am liebsten gehe ich mit Herz und Seele meinem Beruf nach. Meine Familie ist in der fünften Generation Schausteller. In den Job wird man hineingeboren. Jetzt nicht wie sonst arbeiten zu können, fehlt mir sehr. Deshalb wünsche ich mir so schnell wie möglich die Normalität zurück.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?

Ich glaube, ich bin immer fair, halte mein Wort und bin zuverlässig. Was ich nicht mag, ist, dass ich nachtragend bin.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?

Wenn es die Zeit zulässt, sehe ich am liebsten Spielfilme, die auf wahren Begebenheiten basieren. Außerdem schalte ich immer bei Fußball ein.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?

Weil ich selber leidenschaftlich Fußball gespielt habe, wäre Franz Beckenbauer eine interessante Persönlichkeit, die ich nur zu gerne treffen würde.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?

Ich würde gerne mal wieder zum Italiener. Ein tolles Nudelgericht, Carpaccio oder ein schönes Steak, das hätte schon was.

Welches Thema auf OMonline hat Sie am meisten beschäftigt?

Natürlich alles zum Thema Corona. Die Berichte über die Krise und die einzelnen Probleme, die damit verbunden sind, habe ich als Betroffener sehr aufmerksam verfolgt. Gerne lesen würde ich, dass Volksfeste schon bald wieder stattfinden dürfen.


Zur Person:

  • Jürgen Meyer ist 37 Jahre alt, verheiratet und Vater drei junger Söhne.
  • Der bekannte Schausteller wohnt in Goldenstedt und ist Vorsitzender des Vereins Reisender Schausteller Vechta e.V., der wiederum dem Deutschen Schaustellerbund (DSB) angehört.

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