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Zutreffende Warnungen

Kommentar zum Thema: Die USA, China und die WHO - Trump droht mit einem Ausstieg aus der Weltgesundheitsorganisation. Das wäre fatal - und würde Peking nur in die Karten spielen.

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Es ist recht einfach, in den Debatten um die Weltgesundheits-Organisation (WHO) mit dem Finger auf US-Präsident Donald Trump zu zeigen und ihn an den Pranger zu stellen, weil er droht, dass die USA diese Organisation verlassen wird, wenn der Einfluss Chinas nicht abnimmt. In der Tat, und das wäre fatal, würde der Austritt den Chinesen in die Karten spielen. Denn sie könnten ihren ohnehin schon großen Einfluss weiter ausbauen. Das ist gewiss nicht im Interesse der internationalen Gemeinschaft.

Die Millionen Euro indes, die dann nicht mehr aus den USA fließen würden, könnten die Machthaber aus Peking locker aufbringen.  Deshalb sollten sich Präsident Trump und seine Administration den angedrohten Austritt aus der WHO sehr genau überlegen. Und, davon ist auszugehen, das wird noch sehr intensiv geschehen, weil die USA trotz „America first“ Chinas Rolle da begrenzen wollen, wo es irgendwie möglich ist.

Wie zutreffend die Warnungen aus dem Weißen Haus in Washington dennoch vor dem heute schon übergroßen Einfluss Chinas sind, zeigt sich am Beispiel Taiwans. Erneut hat das Reich der Mitte die Teilnahme des von ihm als abtrünnig betrachteten Inselstaats an der Jahrestagung der WHO verhindert. Dabei hätte es der WHO sicher gut zu Gesicht gestanden, Vertreter eines Landes anzuhören, das im Kampf gegen Corona gute Erfolge vermelden kann. Viele hätten von Taiwan lernen können. Aber: Die Chinesen haben das verhindert. Aus reinem Egoismus.

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