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So leisten Sie richtig Erste Hilfe

Es kann jederzeit passieren: Sie werden Zeuge eines Unfalls. Jetzt kann die rechtzeitige Hilfe für das Überleben einer Person ausschlaggebend sein. Doch was tun?

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Jemand bricht plötzlich zusammen liegt bewusstlos am Boden reagiert nicht auf Rufen Rütteln oder Schmerzreize atmet nicht oder röchelt nur – wahrscheinlich liegt ein akuter Herzstillstand vor Wird jetzt nicht sofort die Herzdruckmassage durchgeführt droht der betreffenden Person ein plötzlicher Herztod (Foto: spkphotostockstockadobecom)

Jemand bricht plötzlich zusammen liegt bewusstlos am Boden reagiert nicht auf Rufen Rütteln oder Schmerzreize atmet nicht oder röchelt nur – wahrscheinlich liegt ein akuter Herzstillstand vor Wird jetzt nicht sofort die Herzdruckmassage durchgeführt droht der betreffenden Person ein plötzlicher Herztod (Foto: spkphotostockstockadobecom)

Zwar gehört der Erste Hilfekurs zum Pflichtprogramm der Füherscheinausbildung, doch die ist bereits Jahre her. Deshalb gilt: Je besser informiert Sie sind, umso geringer ist die Scheu zu helfen. Nur wenn Sie die lebensrettenden Griffe regelmäßig selbst trainieren, gehen sie Ihnen im Notfall auch leicht und sicher von der Hand! Deswegen sollten Sie mindestens alle drei Jahre mit einem Training oder einem neuen Kurs das Erste-Hilfe-Wissen auffrischen.

NOTRUF

Das Mindeste, das jeder an Erster Hilfe leisten kann, ist den Notruf abzusetzen. Versuchen Sie Ruhe zu bewahren und beantworten Sie die Fragen am Telefon so genau wie möglich. In jedem Fall gilt: Der einzige Fehler, den Sie machen können, ist nichts zu tun.

NOTFALLCHECK

Bei jedem Notfall mit erkrankten oder verunfallten Personen muss ein einfacher Notfallcheck durchgeführt werden. Dabei überprüfen Sie Bewusstsein und Atmung.

Überprüfen des Bewusstseins: Sprechen Sie den Betroffenen laut an. Reagiert er nicht, schütteln Sie ihn leicht an der Schulter und sprechen Sie ihn nochmals laut an. Reagiert der Betroffene immer noch nicht, liegt eine Bewusstlosigkeit vor.

Überprüfen der Atmung: Drehen Sie den Bewusstlosen auf den Rücken und überstrecken Sie leicht seinen Kopf. Bringen Sie Wange und Ohr über Nase und Mund des Bewusstlosen. Beobachten Sie den Betroffenen ca. 10 Sekunden lang: Hören oder spüren Sie einen Atemzug? Beobachten Sie gleichzeitig Brustkorb und Bauch des Betroffenen: Heben und senken sie sich? Durch zusätzliches Handauflegen auf die Magengrube des Betroffenen können Sie zusätzlich versuchen, dessen Atmung zu fühlen. Wenn der Bewusstlose atmet, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage und rufen Sie Hilfe (Tel. 112). Überprüfen Sie bis zum Eintreffen des Ret- tungsdienstes immer wieder die Atmung und beginnen Sie, sofern notwendig, mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Atmet der Betroffenen nicht, rufen Sie um Hilfe, beauftragen Sie jemanden, Hilfe zu holen, oder setzen Sie selbst einen Notruf ab. Beginnen Sie dann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

FÜNF GLIEDER DER RETTUNGSKETTE

  • „ Eigenschutz (Absichern des Unfallortes)
  • Notruf absetzen (schildern Sie am Notruftelefon möglichst langsam und konzentriert die Situation)
  • Erste Hilfe leisten (stabile Seitenlage, Beatmung, Wiederbelebung, Wundversorgung)
  • „ Rettungsdienst übernimmt
  • „ Unfallopfer werden im Krankenhaus versorgt

GUT ZU WISSEN

Neben der moralischen Verpflichtung zur Ersten Hilfe gibt es auch eine gesetzliche Pflicht. Wer es unterlässt, im Notfall oder bei Gefahr Erste Hilfe zu leisten, macht sich strafbar und riskiert sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe (§ 323 c Strafgesetzbuch).

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