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BBL freut sich über Vertrauensvorschuss

Bayerns Landesregierung hat das Hygiene- und Sicherheitskonzept der Basketball-Bundesliga positiv bewertet. Jetzt geht es an die Details wie den Spielplan.

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Am Dienstag um kurz nach 13.00 Uhr gab es das ersehnte Okay auch offiziell. Staatsminister Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, trat in München ans Rednerpult und sagte das, was die Basketball-Bundesliga gerne hörte. „Es ist ein sehr überzeugendes Konzept. Deshalb konnte man bei der aktuellen positiven Entwicklung mit Überzeugung Ja sagen“, erklärte Herrmann nach einer Sitzung des Ministerrats. Mit anderen Worten: Bayerns Landesregierung hat das Hygiene- und Sicherheitskonzept der BBL für das geplante Finalturnier in München abgesegnet, damit ist die Austragung gesichert.

Die Saison, die seit Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochen ist, wird nun im Juni mit einem dreiwöchigen „Quarantäneturnier“ (Herrmann) im hermetisch abgeriegelten Audi-Dome abgeschlossen. Zehn der 17 BBL-Klubs haben sich für eine Teilnahme entschieden, für die andere sieben Teams ist die Saison beendet – und es gibt keine Absteiger. Für die BBL geht es nun darum, den Zeitplan und weitere Details schnell zu finalisieren. Der Spielplan wird nach Liga-Angaben in dieser Woche veröffentlicht. Bislang soll das Turnier vom 6. bis 28. Juni stattfinden; geplant sind 36 Partien, davon 20 in zwei Vorrundengruppen à fünf Mannschaften.

"Nun liegt es auch an uns Klubs, das Konzept in der Trainingsphase sowie beim Turnier selbst mit Leben zu füllen."Rastas Geschäftsführer Stefan Niemeyer

Rasta Vechtas Klubchef Stefan Niemeyer gratulierte den BBL-Verantwortlichen dazu, „ein verlässliches Konzept“ aufgestellt zu haben. „Nun liegt es auch an uns Klubs, das Konzept in der Trainingsphase sowie beim Turnier selbst mit Leben zu füllen“, so Niemeyer. Rasta, beim Abbruch der Saison auf Platz sechs liegend, absolviert am Dienstagabend sein erstes Teamtraining. Vorausgegangen waren zwei Corona-Testreihen mit nur negativen Ergebnissen sowie die Genehmigungen des niedersächsischen Innenministeriums und der Behörden in Vechta. Die beiden Neuzugänge Matic Rebec und Jaroslaw Zyskowski sowie Max DiLeo fehlten beim ersten Teamtraining, ihre Testreihen sind noch nicht abgeschlossen. Rasta trifft in Gruppe B auf Ludwigsburg, Alba Berlin, Brose Bamberg und Frankfurt.

Im Juni gehts nach München: Rasta-Coach Pedro Calles. Foto: SchikoraIm Juni geht's nach München: Rasta-Coach Pedro Calles. Foto: Schikora

Liga-Präsident Alexander Reil, zugleich Chef der Riesen Ludwigsburg, bedankte sich bei der Politik für den „hohen Vertrauensvorschuss“. Die Durchführung des Turniers verlange nun „ein hohes Maß an Bereitschaft und Disziplin“. Reil: „Wir müssen jetzt vorbildhaft zeigen, dass sich größtmöglicher Gesundheitsschutz und eine gewisse Rückkehr zur Normalität gut vereinbaren lassen.“ Die Teams und Schiedsrichter werden in einem Hotel untergebracht und abgeschottet. Die Gruppe der Aktiven werde keinen Kontakt „außerhalb der Blase“ haben, so BBL-Geschäftsführer Stefan Holz.

„Es ist gut, dass wir nun den nächsten Schritt machen und ein Ziel haben, auf das wir hinarbeiten können“, sagte Frank Meinertshagen von der BG Göttingen, die in Gruppe A auf Titelverteidiger Bayern München, Crailsheim, Ulm und die EWE Baskets Oldenburg trifft. Marko Pesic, Geschäftsführer des Ausrichters FC Bayern, war ebenfalls „sehr glücklich“. Der Basketball habe eine Plattform erhalten, „um den Fortbestand unseres Sports zu sichern“. Er hofft auf „spannende und unterhaltsame Wohnzimmerspiele“. Berlins Manager Marco Baldi ist guter Dinge, dass es ein „sportlich aufregendes Finalturnier“ gibt. Oldenburgs Coach Mladen Drijencic sprach von einem „Etappensieg gegen die Pandemie, die uns allen die Normalität genommen hat“. Sein Kapitän Rickey Paulding meinte: „Gut, dass es nun endlich wieder losgeht!“

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