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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heimspiel - Der Corona-Fragebogen. Heute mit: Henning Rießelmann

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Endlich mal kein Stress: Henning Rießelmann. Foto: Schikora

Endlich mal kein Stress: Henning Rießelmann. Foto: Schikora

Henning Rießelmann ist Trainer des Fußball-Landesligisten BW Lohne. Der 37-Jährige ist Gründer und Geschäftsführer der Agentur „onside“, die für Profiklubs Trainingslager, Saisoneröffnungsspiele, Turniere und das Reisemanagement organisiert. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern (4 und 5 Jahre) in Dinklage.

Was vermissen Sie in der Corona-Krise am meisten? Natürlich vermisse ich auch einige Dinge. Aber mir persönlich tat es unheimlich gut, einmal vollständig runterzufahren. Kein Fußball, keine beruflichen Reisen, keine Termine, keine Menschenmassen, weniger Stress.

Was mussten Sie bislang absagen? Ich musste bislang alle meine beruflichen Termine absagen. Diese wurden durch Videokonferenzen ersetzt. Und natürlich auch alle Termine rund um BW Lohne.

Ihr Lesetipp für die Krise? „Das Cafe am Rande der Welt“ von John Strelecky“– ein Buch zum Selbstreflektieren und Nachdenken. Sehr passend zur aktuellen Zeit.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Max Raabe – „Der perfekte Moment“.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? Ich schaue gerade die Serie „The Last Dance“ von den Chicago Bulls und Michael Jordan. Inspiriert hat mich auch die Dokumentation „Take Us Home: Leeds United“. Meine Frau und ich schauen auch gerne „Menschen hautnah“ aus der WDR-Mediathek oder „Lebenslinien“ aus der BR-Mediathek.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Nein.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Ich habe gerade zusammen mit meinem besten Freund und Nachbarn ein Baumhaus für unsere Kinder gebaut. Auch habe ich sehr viel Zeit in unseren Garten gesteckt. Ansonsten jogge ich viel durch den Dinklager Burgwald. Und ich habe mein Rennrad wieder auf Vordermann gebracht. Ich liebe es, durch die Natur zu fahren und mir Fußballplätze anzuschauen. Die letzten waren Bevern, Bersenbrück, Carum, Lüsche und Elsten.

Welche Lebensmittel würden Ihnen fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Ich liebe Pommes mit reichlich Mayo und dazu selbstgemachte Burger von meiner Frau mit einem kalten Glas Milch.

Ihre Lehre aus Corona? Schwer zu sagen. Ich war auch schon vor Corona dankbar für Gesundheit und die kleinen Dinge im Leben. Aber ich habe gelernt, dass es wichtig ist, öfter zu entschleunigen, sich mal eine Auszeit zu nehmen. Das viel zitierte „höher, schneller, weiter“ trage ich immer noch in mir, versuche aber, entspannter und reflektierter damit umzugehen.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Ich habe es richtig genossen, so viel Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Im Hinterkopf habe ich irgendwie immer, dass der „normale Alltag“ schnell genug wieder kommt. Auch verschwende ich keine Zeit mehr in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. Ich möchte meine freie Zeit bewusster nutzen.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder möglich ist? Wenn die Grenzen wieder geöffnet sind, bin ich auch beruflich wieder sehr viel unterwegs. Deswegen bevorzuge ich privat nicht allzu weite Reisen. Wir lieben die Berge und die Natur. Unseren Kindern haben wir versprochen, dass es bald mal nach Dänemark zum Legoland geht.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Dass mein Team und ich unseren Beruf wieder zu 100 Prozent ausüben können. Ich freue mich aber auch riesig auf meine Jungs bei BW Lohne. Beides bereitet mir einfach unheimlich viel Freude.

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