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NFV klärt Fragen

Der Ansturm auf das Web-Seminar des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) war groß. Präsident Günter Distelrath wehrte sich am Samstag auch gegen die Kritik.

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Der Ball ruht: So wird es im Amateurbereich auch vorerst bleiben. Foto: Lünsmann

Der Ball ruht: So wird es im Amateurbereich auch vorerst bleiben. Foto: Lünsmann

Der Ansturm auf den Niedersächsischen Fußballverband (NFV) war am Samstag groß – wenn auch nur virtuell. Rund 400 Fragen wurden den NFV-Machern bei zwei Web-Seminaren mit Vereinen aus allen vier Bezirken über einen Chat gestellt. Sie alle drehten sich um ein Thema: Wie soll mit der unterbrochenen Saison 2019/20 verfahren werden? Im Kreis Vechta wird geschlossen ein Abbruch nur mit Aufsteigern nach Quotientenregelung favorisiert. Die wichtigsten fünf (Braunschweig/Hannover) bzw. neun Fragen (Lüneburg/Weser-Ems) wurden für alle Teilnehmer beantwortet. Siegfried Lammers, Spielausschussleiter im Kreis Vechta und Staffelleiter der Bezirksliga IV, sprach von einer „tollen Veranstaltung“.

NFV-Präsident Günter Distelrath habe zu Anfang „nachvollziehbar“ erklärt, weshalb auch eine Fortsetzung der Saison als mögliche vierte Variante noch gelistet wird. Hierfür hatte es zuletzt von vielen Seiten Kritik gehagelt. „Es wurde in den letzten Tagen vor allem geschrieben und auch immer wieder gesagt, der NFV versuche um jeden Preis, die Variante einer Saisonfortsetzung im Rennen zu halten, was schlichtweg nicht richtig ist“, wurde Distelrath in einer Pressemitteilung zitiert. Dass eine Fortsetzung noch als Variante aufgeführt wird, liege daran, dass rund 30 Prozent der Klubs – also ein nicht unerheblicher Teil – bei einer ersten Abstimmung dafür votiert hatten.

Klarheit über Abstimmungsverfahren

Lammers warf die Frage auf, wie ein virtueller Verbandstag technisch über die Bühne gehen soll, falls eine geheime Abstimmung nötig ist. Diese Thematik prüft der NFV aktuell. Am Freitag soll der Verbandstag einberufen werden, die Ladungsfrist wurde auf fünf Wochen halbiert. Distelrath meinte hierzu, es sei „schon mit einer Prise Unkenntnis und Ungerechtigkeit verbunden, zu behaupten, dass der NFV den Prozess wissentlich verschleppt, zumal für die Organisation eines erstmaligen virtuellen Verbandstages mit über 300 Delegierten schlichtweg auch Zeit benötigt wird, um diesen technisch und rechtlich sicher hinsichtlich der verschiedenen Anträge vorzubereiten."

Über das Abstimmungsverfahren bei einem außerordentlichen Verbanstag herrscht nun Klarheit: Bei mehreren Anträgen wird nacheinander abgestimmt. Begonnen würde mit dem Antrag, der die weitreichendsten Eingriffe in Satzungen und Ordnungen des NFV zur Folge hätte. Wenn mehr als 50 Prozent dagegen sind, folgt die nächste Variante. Falls es bei den vier Varianten bleibt, käme die Annullierung zuerst auf den Tisch, die Fortsetzung zuletzt.

Als nächstes steht am Mittwoch eine Sitzung des Verbandsvorstandes an. Danach soll ein finaler Antrag des Vorstandes für den Verbandstag stehen.

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