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Noch leise Hoffnung auf einen „OM Cup light“

Nach der Absage des E-Jugend-Spektakels für Ende Juni in Lohne wäre ein Tagesturnier im Herbst eine Option.

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Das Objekt der Begierde: Die OM-Cup-Trophäe. Wird sie 2020 noch vergeben? Die Macher haben noch Hoffnung. Foto: Schikora

Das Objekt der Begierde: Die OM-Cup-Trophäe. Wird sie 2020 noch vergeben? Die Macher haben noch Hoffnung. Foto: Schikora

Nein, Plan B ist noch nicht vom Tisch. „Ich hab' nach wie vor die Hoffnung, dass wir im Herbst noch eine kleinere Version vom OM-Cup hinkriegen könnten“, sagt Ralf Böckmann. Wir – das sind die Fußball-Kreisverbände Vechta und Cloppenburg, der OM-Verbund als Dachorganisation sowie BW Lohne. Eigentlich wollte dieses Quartett am 27./28. Juni den 22. OM-Cup für E-Jugendfußballer im Lohner Heinz-Dettmer-Stadion ausrichten. Aber dann kam die Coronavirus-Pandemie und bremste die Macher aus.

Bereits am 19. März gaben Böckmann in seiner Funktion als OM-Cup-Beauftragter des NFV-Kreises Vechta und dessen CLP-Pendant Christian Albers bekannt, dass das Highlight im heimischen Sport-Kalender in der gewohnten Form nicht stattfinden kann. Böckmann betonte aber schon zu Beginn des allgemeinen Lockdowns, dass es keine komplette Absage sei. Man wolle sich die Möglichkeit offen halten, einen OM-Cup 2020 zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. Der Mühlener erklärte nun: „Ich halte ein Tagesturnier im Herbst, also im September oder Oktober, für nicht ausgeschlossen.“ BW Lohne habe für diese Variante bereits seine Bereitschaft signalisiert.

Klar ist aktuell nur: Events ab 1000 Personen gelten als Großveranstaltungen und sind bundesweit noch bis zum 31. August untersagt. „Diese Hürde müsste natürlich wegfallen“, so Böckmann. In den vergangenen Jahren kamen neben den 1500 Spielern und Betreuern aus 112 OM-Teams auch 2000 Zuschauer zum zweitägigen Spektakel.

Er hofft noch auf Plan B: Vechtas OM-Cup-Chef Ralf Böckmann. Foto: SchikoraEr hofft noch auf Plan B: Vechtas OM-Cup-Chef Ralf Böckmann. Foto: Schikora

Ein Zeltlager, für die E-Junioren und ihre Betreuer stets ein Höhepunkt beim OM-Cup, sei in diesem Jahr aber wohl nicht möglich. „Dafür sehe ich im Moment schwarz“, so Böckmann. BW Lohne wäre nach dem BV Essen (1999, 2015) der zweite Verein, der den OM-Cup zum zweiten Mal ausrichtet. Die Premiere im Heinz-Dettmer-Stadion hatte es 2000 gegeben.

Sollte es zu einem „OM-Cup light“ im Herbst kommen, wäre es nach Angaben von Ralf Böckmann ein Turnier für die aktuellen E-Jugend-Jahrgänge 2009 und 2010. Der ältere Jahrgang wechselt zur Saison 2020/21 in die D-Jugend, er soll aber noch für den OM-Cup spielberechtigt sein. Denn: Seit den Anfängen des Turniers lautet das Credo der Macher, dass jeder E-Jugendliche im Oldenburger Münsterland die Chance haben soll, mindestens einmal an einem OM-Cup teilzunehmen.

Sollte es mit einem Plan B für 2020 in Lohne nicht klappen, würde Böckmann den Organisatoren von BW Lohne wohl den nächsten VEC-Termin im Jahr 2022 anbieten. Für den OM-Cup in zwei Jahren habe ein anderer Klub aus dem Kreis Vechta ein „erstes starkes Interesse“ angemeldet, verrät Böckmann. Dieser Kandidat könne sich aber auch vorstellen, den OM-Cup 2024 auszurichten.

Für das Jahr 2021 hat bereits die DJK Elsten den Zuschlag erhalten. Eine Vergabe, die in Stein gemeißelt ist. Daran werde auch nicht gerüttelt, so Böckmann. Nun hofft er erst einmal, dass es bald Klarheit für die unterbrochene Serie 2019/20 gibt. Eine Rückkehr zum Mannschafts- und Wettkampfsport ist schließlich die Voraussetzung für alle weiteren Überlegungen.

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